Morgen findet der alljährliche «Marsch fürs Läbe» in Zürich statt. Mehrere linksautonome Gruppierungen machen Stimmung gegen die Lebensrechtsdemonstration.
Organisationen wie das Feministische Streikkollektiv Zürich, die Organisierte Autonomie Zürich und die Revolutionäre Jugend Zürich rufen zu Gegenprotesten auf gegen den Marsch fürs Läbe. Die Lebensrechtsdemonstration im Zürcher Stadtteil Oerlikon wird von mehreren Akteuren getragen; u.a. von der Vereinigung katholischer Ärzte in der Schweiz, der Schweizerischen Evangelischen Allianz und Prolife Europe. Auf ihren Social Media-Kanälen geben die linksextremen Kräfte, welche den Marsch fürs Läbe verhindern wollen, Tipps für ihre Unterstützer und lassen tief in ihre Gedankenwelt blicken. So bezeichnet sich die Revolutionäre Jugend Zürich in einem aktuell hochgeladenen Video selber als «Gottlosi Jugend» und sieht in Freikirchen und christlichen Influencern eine Gefahr für die Gesellschaft. Fussballprofi und Nationalspieler Ruben Vargas wird dabei namentlich erwähnt. Vargas ist bekannt dafür dass er offen zu seinem christlichen Glauben steht und hat Beziehungen zur Freikirche International Christian Fellowship (ICF). Im Statement der linksextremen Vereinigung findet sich nur ein halbwegs versöhnlicher Satz: «So kann der Glaube einzelnen Menschen vielleicht Halt geben, verändert aber letztlich nichts an den Ursachen von Ausbeutung, Unterdrückung und Vereinzelung.» Die Organisierte Autonomie Zürich gibt ihren Anhängern wiederum praktische Tipps. Die Gegendemonstranten sollen nicht alleine erscheinen sondern in Gruppen. Auch vor Polizeikontrollen wird gewarnt. Sie sollten am morgigen Demotag unauffällig erscheinen – sprich ohne zu bunte oder nur schwarze Kleidung. Ein frühzeitiges Kommen wird von den Autonomen ebenfalls erwartet. Ausserdem wird dazu geraten, das Gesicht zu «schützen» und bei einer Befragung durch die Polizei möglichst wenig zu sagen. Auf der letzten Slide des Online-Beitrags erscheint eine mit einer Sturmhaube maskierte Figur welche an die Freiheitsstatue in New York erinnert. Doch statt einer Fackel hält sie einen Kleiderbügel empor; wohl ein sehr provokatives Emblem für die Befürwortung von Abtreibungen. Die Teilnehmer des Marsch fürs Läbe sind sich indes schon Störungen durch Linksextreme gewohnt. In den vergangenen Jahren wurde der Demozug von einem riesigen Polizeiaufgebot begleitet. Die Linksautonomen sind zumeist mit dem Velo unterwegs, was einen schnellen Standortwechsel innerhalb der Stadt ermöglicht. Wie der neuerliche Marsch morgen verlaufen wird, wird sich zeigen.









